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Buchweizenkeimlinge gehören zu meinen absoluten Lieblings-Keimlingen

  • vor 2 Tagen
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Aktualisiert: vor 2 Tagen

Vor etwa 70 Jahren hat der international anerkannte Ernährungsforscher Prof. Clive M. McKay folgenden Steckbrief veröffentlicht: 

„Gesucht! Eine Pflanze, die …

1. in jedem Klima gedeiht und es mit dem Nährstoffgehalt von Fleisch aufnehmen kann

2. innerhalb von nur 3 bis 5 Tagen zur Reife heranwächst und verzehrbereit ist

3. das ganze Jahr über ausgesät und geerntet werden kann

4. keinen Boden, Dünger oder Sonnenschein benötigt

5. so viel Vitamin C enthält wie eine Tomate

6. keine Abfälle produziert

7. schnell zubereitet ist

8. wie Früchte und Gemüse auch direkt verzehrt werden kann.

 

Der Forscher hatte die Lösung schon gefunden und gab dann bekannt:

all diese gewünschten Eigenschaften erfüllen Keimlinge und Sprossen.  


Buchweizenkeimlinge  sind frisch und getrocknet verwendbar.
Der Geschmack von Buchweizenkeimlingen ist sehr angenehm mild und leicht nussig.

 

Aus den Samen erwächst das Leben

Die Samen tragen alles in sich, was sie benötigen, um zu einer kräftigen Pflanze heranzuwachsen. Wenn sie eingeweicht werden und zu keimen beginnen, bilden sich im Keimling Enzyme, verschiedene Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und andere Vitalstoffe.

 

Lässt man Samen, Nüsse, Getreide und Hülsenfrüchte keimen, so erhöht sich deren Enzymanteil um etwa das 40-fache. Die Keimlinge enthalten bioverfügbare Proteine, viele Vitamine (z.B. C und Vitamine des B-Komplexes). Sie sind wahre Schätze und wenn wir sie verzehren, können wir unseren Organismus aktivieren und unsere Gesundheit stärken.

 

Zu meinen absoluten Lieblings-Keimlingen gehören Buchweizenkeimlinge.

Der Buchweizen (Fagopyrum esculentum) gehört zu den Knöterichgewächsen. Seine Samenform erinnert ein bißchen an Bucheckern.


In Mitteleuropa wurde ab dem 15. Jahrhundert Buchweizen angebaut, dann aber nach und nach vom Weizen verdrängt.


Zum Keimen ist es wichtig, nur geschälte Buchweizensamen zu verwenden! Das in den Buchweizen-Samenschalen enthaltene Fagopyrin kann phototoxisch wirken und die Haut bei reichlichem Verzehr empfindlicher gegenüber Sonneneinstrahlung machen.

 

Außerdem bitte nur Bio-Buchweizen kaufen, dieser lässt sich sehr gut und einfach zu Keimlingen ziehen.

 

Buchweizen ist reich an hochwertigem Eiweiß

Er liefert alle acht essentiellen Aminosäuren in einem günstigen Verhältnis.

Buchweizen enthält fast dreimal soviel Lysin und Tryptophan wie echtes Getreide.

Lysin ist ein wichtiger Baustein für Muskeln, Knochen und Bindegewebe.

Tryptophan ist eine Vorstufe der Hormone Serotonin und Melatonin, die unter anderem die Stimmung beeinflussen und dafür zuständig sind, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu steuern. Außerdem dient Tryptophan als Baustein für körpereigene Eiweiße und kann vom Körper bei Bedarf in Vitamin B3 umgewandelt werden.

 

Buchweizen ist gut verträglich und gluten- und lektinfrei

Buchweizen hat den Vorteil, dass er sowohl gluten- als auch lektinfrei ist.

 

Der Glutenanteil in Weizen ist durch die Züchtung neuer Sorten heute sehr hoch. Ein Überschuss an Gluten, dem sogenannten Eiweißkleber, kann im Körper chronische Entzündungen der Darmschleimhaut, Unverträglichkeiten und Autoimmunerkrankungen auslösen.

 

Lektine sind spezielle Proteine. Sie gehören zur Gruppe der Antinährstoffe. Ein Anti-Nährstoff ist ein Bestandteil von Pflanzen, der dem menschlichen Körper schadet, wenn er in großen Mengen aufgenommen wird. Daher können sich Lektine negativ auf die Gesundheit auswirken. Sie binden sich im Blut an rote Blutkörperchen und im Darm an die Darmwände, was Durchblutungsstörungen, Herzerkrankungen und eine Beeinträchtigung der Darmfunktion fördern kann.

 

Buchweizen ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen

100 g Buchweizen liefern:

  • 460 mg Kalium

  • 254 mg Phosphor

  • 231 mg Magnesium

  • 18 mg Kalzium

  • 2,2 mg Eisen

 

Zusätzlich enthält Buchweizen B-Vitamine, Vitamin E und das wertvolle Flavonoid Rutin, das die Blutgefäße stärkt und das Herz-Kreislauf-System unterstützt.

Er enthält darüber hinaus auch reichlich Lecithin, welches den Fettstoffwechsel unterstützt und sich positiv auf die Leber auswirkt.

 

Bekannt ist die gekochte Zubereitung des Buchweizens als Beilage oder in Bratlingen, aber er kann auch sehr einfach und schnell zum Keimen gebracht werden.

 

Besonders wertvoll sind Buchweizenkeimlinge

Der Keimprozess bringt zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich:


Vitalstoffexplosion: Die Nährstoffe werden vervielfacht.

Enzymaktivierung: Enzyme erwachen und unterstützen die Verdauung.

Bessere Verdaulichkeit: Proteine werden leichter verwertbar.

Basenbildend: Die Samen wirken basisch auf den Körper.

 

Wie man Buchweizenkeimlinge herstellt:

1. Einweichen:

Geschälten Buchweizen in eine Glasschüssel geben, mit reichlich gefiltertem Wasser bedecken und ca. 1 bis 4 Stunden einweichen.

 

2. Spülen:

Anschließend den Buchweizen in ein Sieb gießen und mehrmals gut spülen. Nicht wundern, der Buchweizen schleimt, das ist völlig normal und okay.

 

3. Keimen lassen:

Das Sieb mit dem abgespülten Buchweizen in eine Glasschüssel stellen und mit einem Teller abdecken.

Bei Zimmertemperatur in Ruhe an einem hellen Ort, aber nicht mit intensiver Sonneneinstrahlung keimen lassen.

An den nächsten beiden Tagen morgens und abends gründlich spülen und immer wieder mit dem Teller abdecken.

Am 2. Tag sind bereits schon kleine Keimspitzchen zu sehen.

 

Hinweis: Ab dem dritten Tag beginnen die Buchweizensprossen bitterer zu schmecken.

 

Buchweizenkeimlinge verwenden:

Buchweizenkeimlinge vor dem Verzehr nochmals spülen.

 

Ihr Geschmack ist sehr angenehm mild und leicht nussig.

 

Zur Aufbewahrung am besten in einen Glasbehälter geben und im Kühlschrank aufbewahren (etwa 3 Tage).

 

Sie lassen sich frisch wunderbar für Müsli verwenden und auch für Gemüse- oder Obstsalate. Auch in pikanten Salaten sind sie eine Bereicherung.

 

Für einen Vorrat werden die Buchweizenkeimlinge im Dörrautomat getrocknet, und zwar bei maximal 45 Grad (Rohkost-Qualität), so bleiben die wertvollen Enzyme und Vitamine erhalten.

 

Aus Buchweizenkeimlingen (frisch oder getrocknet) lassen sich leckerere Frühstückszubereitungen und köstliche Shakes z.B. mit Beeren herstellen. Sie eignen sich auch für Pizzaböden und gedörrte Buchweizenfladen. Getrocknete Buchweizenkeimlinge geben einen feinen Knuspereffekt in selbstgemachter Schokolade und sind lecker als Dessert- oder Smoothie-Topping.

Darüber hinaus kann man sie für selbstgemachte Spätzle, Pfannkuchen und zum Backen von glutenfreien Backwaren (Brot, Plätzchen, Kuchen) verwenden.

 

Inhaltsstoffe:

- Vitamin E und einige Vitamine der B- Gruppe

- reich an den Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen und Phosphor

- reich an Lysin (eine essenzielle Aminosäure)

- sekundärer Pflanzenstoff Rutin

- 100 g Buchweizen enthalten 12% Eiweiß

- Enzyme und Hormone

 

Rezept Buchweizenkeimling-Müsli:

Ein köstliches Vitalkost-Frühstück! 

Zutaten:

1 Tasse Buchweizenkeimlinge

1-2 EL Mandelmus

je 1 EL gemörserte Brennnesselsamen und Nachtkerzensamen

Saft einer halben Orange

1/4 TL Vanillepulver

1 Kaki (Sharon-Frucht), in kleine Würfel geschnitten (oder als Alternative 1 Apfel)

Wie immer alle Zutaten in Bio-Qualität oder „wild“.

 

Zubereitung: 

Die Buchweizenkeimlinge in einen tiefen Teller geben und mit der Gabel etwas zerdrücken. Mandelmus, Brennnessel- und Nachtkerzensamen, Orangensaft, Vanille dazugeben und gut vermischen. Zum Schluss die Kaki untermischen.

 

Guten Appetit!

Schmeckt sooo lecker - ein köstlicher, gesunder Genuss!

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